Grabsteine - Monumente des kleinen Mannes

Grabsteine erzählen vieles über ihre Toten - und auch das eine oder andere über die Lebenden.

Während heutzutage „exotische“ Gesteinsarten Verwendung finden, wurden die Grabsteine in früheren Jahrhunderten aufwendig ornamental gestaltet und zum Teil mit langen Inschriften versehen.

Im Barock beispielsweise waren Engelsköpfe und -figuren beliebt, sie auf dem linken Grabstein zu sehen.

Er mag allerdings nicht so recht zur Inschrift darunter passen, denn das Sterbedatum von Louise Reischauer verweist eher auf den Klassizismus.

Des Rätsels Lösung findet sich auf der Rückseite, da sich der Grabstein als derjenige der nur 8-jährigen Anna Margareta Telgmans entpuppt (interessanterweise ist das Alter des Kindes angegeben, das Sterbejahr aber als eine Art Bosse stehen geblieben und nicht ausgemeißelt).

Aus hier nicht näher bekannten Gründen wurde dieser Grabstein also ein zweites Mal verwendet und dabei die beschriftete (?) Vorderseite ausgeschlagen, um die neue Inschrift anzubringen.

 

 

 

 


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